EU Smart Grid Task Force: Das A-Team für intelligente Netze

Die EU-Kommission verfügt zwar intern über umfangreiches Fachwissen. Gleichwohl benötigt sie für eine fundierte Politikgestaltung auch den Rat externer Sachverständiger. Deshalb richtete die 2009 eine Task Forces zur Beratung über politische und regulatorische Leitlinien für die Einführung intelligenter Netze in Europa ein. Seither hat sie die Aufträge an die untergelagerten drei Expertengruppen seitdem regelmäßig aktualisiert.

Dies ist ein Entwurf für einen Beitrag zu einer künftigen Normungsroadmap und sollte zunächst als “Work in Progress” gesehen werden.

Mittlerweile hat die Kommission gestützt auf die Beratungen der Expertengruppen wichtige Berichte über Normen, Cybersicherheit und Flexibilitätsmärkte veröffentlicht. Diese werden von der Industrie, den europäischen Normungsorganisationen, den Behörden und den Verbraucherorganisationen weitgehend mitgetragen. Die drei Expertengruppen (EG) arbeiten aktuell zu folgenden Themen:

EG1: Standards and Interoperabilität

Die EG1 wurde 2009 gegründet, um Empfehlungen und Leitlinien zur Interoperabilität von Systemen, Normen und Technologien in intelligenten Stromnetzen bereitzustellen. Seitdem haben diese Experten diverse Berichte zur Konnektivität und Funktionalität von Komponenten und Prozessen für die Bereitstellung intelligenter Energiedienste insbesondere im Bereich Smart Metering entwickelt. Aktuell konzentrieren sie ihre Beratungen der Kommission zu Interoperabilitätsregeln, Anforderungen und Verfahren, die innerhalb der EU eingerichtet werden können, um den Zugang zu Mess- und Verbrauchsdaten gemäß Artikel 24 der Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie sicherzustellen. Dies betrifft insbesondere den Zugriff auf Daten für Demand Response und Kundenwechselprozesse. Die Erkenntnisse und Empfehlungen von EG1 werden in die Entwicklung von Durchführungsrechtsakten zu diesen Themen durch die Kommission im Einklang mit der Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie einfließen. Darüber hinaus wird EG1 die Kommission weiterhin allgemein zu Fragen im Zusammenhang mit der Dateninteroperabilität in intelligenten Stromnetzen beraten.

EG2: Cybersecurity

Die EG2 wurde 2017 gegründet als Folge des Clean Energy Package, um der Kommission Empfehlungen und Leitlinien zur Cybersicherheit für Energieversorgungssysteme an die Hand zu geben. Im Rahmen ihres ursprünglichen Mandats bereitete die EG2 den Grundstein für den EU Network Code zu sektorspezifischen Regeln für Cybersicherheitsaspekte grenzüberschreitender Stromflüsse (NC CS). Sie definierte Ziele und identifizierte Schlüsselbereiche, die in dem Network Code zu berücksichtigen sind. Im Juli 2018 veröffentlichte die EG2 einen zweiten Zwischenbericht, der Einblick in die empfohlene Struktur und Bestandteile des NC CS gab. Die zunehmende Bedeutung der Cybersicherheit für die Zuverlässigkeit moderner Energieinfrastruktur hat dazu geführt, dass die Tätigkeit dieser Gruppe in 2022 wieder aufgenommen wurde, um unter anderem die Auswirkungen neuer Gesetzesinitiativen in diesem Bereich zu diskutieren. Seither berät sie, wie diese Herausforderungen bis auf Komponentenebene angegangen werden sollten, einschließlich der Sicherheitszertifizierung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen. Daher konzentriert sich EG2 aktuell auf der Grundlage ihrer bisherigen Arbeiten darauf, die Anforderungen und Verfahren zu untersuchen und die Kommission entsprechend zu beraten, die zur Gewährleistung der Cybersicherheit in der Energieinfrastruktur erforderlich sind. Die Erkenntnisse und Empfehlungen von EG2 sind vermutlich auch in die Entwicklung von neuen Rechtsakten wie beispielsweise der NIS 2 Richtlinie eingeflossen. Darüber hinaus wird die Expertengruppe die Kommission weiterhin allgemein in Fragen der Cybersicherheit im Energiesektor beraten.

EG3: Consumers Empowerment

Die EG3 wurde 2010 gegründet, um Empfehlungen zu den künftigen Rollen und Verantwortlichkeiten in intelligenten Stromnetzen zu erarbeiten. Ihre Schwerpunkte legte sie auf Demand Side Flexibility und Demand Response. In 2022 wurde die EG3 erneut reaktiviert, um die im Clean Energy Package genannten Anforderungen hinsichtlich Demand Side Flexibility, Aktiven Kunden und Energiegemeinschaften zu unterstützen. In diesem Zusammenhang entwickelt die EG3 derzeit Vorschläge bezüglich Verbrauchsoptimierung, Demand Response, dynamische Stromlieferverträge, Aggregation von Erneuerbaren Energien, die in zukünftigen EU Network Code Demand-Side Flexibility berücksichtigt werden sollten.

[polylang lang="en"]15 persons applauded[/polylang][polylang lang="de"]15 Personen haben Beifall gegeben[/polylang]

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